TSV 2000 Handball

Rothenburg o.d.T.

TSV 2000 - Rimpar II

Siegreicher Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres

Im letzten Spiel des Jahres haben die Bayernligahandballer des TSV 2000 Rothenburg mit dem 29:24 (12:10) gegen die zweite Mannschaft der DJK Rimpar einen weiteren Heimsieg erreicht und ein sehr erfolgreiches Jahr siegreich abgeschlossen. Nach der Meisterschaft in der Landesliga und der Rückkehr ins bayerische Handballoberhaus beenden die Tauberstädter damit die Hinrunde als bester Aufsteiger auf dem achten Tabellenplatz.

Nach dem Auswärtscoup vor Wochenfrist in Lohr am Main wollten die Szücs-Schützlinge gegen die Rimparer „Jungwölfe“ unbedingt nachlegen und den fünften Heimsieg der Saison erreichen. Beim Personal musste Trainer Szücs, wie schon fast in der gesamten Saison, auf den Topscorer der Aufstiegssaison, Ivan Skaramuca, verzichten. Florian Striffler und Jasmin Durakovic standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch die von Janko Skrbic trainierten Gäste aus Unterfranken konnten nicht in Bestbesetzung antreten, kompensierten dies zu Beginn des Spiels aber besser als die Hausherren. Es dauerte gut fünf Minuten, bis die Rothenburger im Spiel waren. Da führte der Gast mit 3:1 ehe Nedim Jasarevic und Andreas Kister für den Ausgleich sorgten. Weitere fünf Minuten sollten vergehen, ehe Thomas Krauter mit dem 5:4 die Gastgeber wieder in Führung bringen konnte. Diese Führung brachte aber auch keine Sicherheit ins Spiel der Rothenburger, immer wieder leisteten sie sich im Angriff Fehlwürfe und die Abwehr war im Vergleich zur Glanzleistung in Lohr nicht wiederzuerkennen. Dass die Gäste, die immer wieder ausgleichen konnten, nicht wieder in Führung gingen, war wieder einmal Verdienst von Andreas Amann im Tor der Hausherren. Mehrfach vereitelte er hundertprozentige Torchancen und teilweise sogar auch noch den Nachwurf, wenn der Abpraller wieder in den Händen eines Rimparer Angreifers landete. Unter anderem gelang Amann dieses Kunststück bei einem Siebenmeter-Strafwurf von Andreas Paul, der dann auch im Nachwurf an Amann scheiterte. Das Spiel mit Rothenburger Führungen und dem Ausgleich der Gäste dauerte bis zur 25. Spielminute, in der es 10:10 unentschieden stand. Bis zur Pause trafen für die Tauberstädter dann noch Nedim Jasarevic und Phillip Schemm zur 12:10-Halbzeitführung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verkürzte Rimpars bester Torschütze Philipp Meyer zunächst auf 12:11, Thomas Krauter und Nikola Stojanov stellten die Führung der Gastgeber dann aber erstmals auf drei Tore (14:11, 33. Minute). Rimpar blieb aber zunächst in Schlagdistanz, wofür hauptsächlich Meyer verantwortlich war, der in der zweiten Hälfte neun Tore (davon vier Siebenmeter) erzielen konnte. Bis zur 43. Minute konnten sich die Tauberstädter nicht absetzen, dann aber gelang ihnen beim Stand von 18:17 durch vier Tore in Folge ein Zwischenspurt zum 22:17 (47.). Torschützen waren Maxi Schmidt (2), Thomas Krauter und Nikola Stojanov mit einem sehenswerten Unterarmwurf. Da es den Rothenburgern nicht gelang, an die Glanzleistung von Lohr anzuknüpfen, sollte diese Fünftoreführung aber noch nicht vorentscheidend sein. Fünf Minuten und drei Rimparer Tore später war die Führung auf nur noch zwei Tore (22:20) zusammengeschmolzen. Für die Vorentscheidung brauchten die Tauberstädter dann weitere fünf Minuten in denen ihnen, bei drei Gegentreffern der Gäste, fünf Toregelangen. In dieser Phase zeichnete sich bei den Rothenburgern insbesondere Andreas Kulas aus, der drei der fünf Tore erzielen konnte. Sein letztes Tor zum 27:23, drei Minuten vor Spielende, sollte die Vorentscheidung bringen. Bis zum Spielende konnten die Gäste durch Philipp Meyer zunächst auf 27:24 verkürzen, Tim Ehrlinger und Phillip Schemm trafen dann aber für die Hausherren zum Endstand von 29:24.

Mit einer durchschnittlichen Leistung gelang den Tauberstädtern ein letztlich ungefährdeter Heimsieg gegen biedere Gäste aus Rimpar. Auch dies ist ein Zeichen des Reifeprozesses, den die junge Szücs-Truppe in den letzten 1 ½ Jahren vollzogen hat. Gerade wenn es nicht wie gewünscht läuft, fällt die Mannschaft nicht auseinander, sondern rückt noch enger zusammen. Die nun sechs Siege in der Hinrunde sind eine gute Ausgangsbasis, um in der Rückrunde das Saisonziel Klassenerhalt perfekt zu machen. Die bisherigen Spiele haben gezeigt, dass der Kader des Aufsteigers stark genug ist, um in Bayerns Handballoberhaus gut mithalten zu können. Wenn in der Rückrunde auch Ivan Skaramuca wieder eingesetzt werden kann, hat Trainer Szücs eine zusätzliche Option bei der Mission Klassenerhalt. Nun geht es für die Tauberstädter erst einmal in die kurze Weihnachtspause, bevor die Rückrunde am 13. Januar mit dem Spiel beim Klassenprimus TV Erlangen-Bruck startet.

Rothenburg: Amann (1.-58.), Sand (58.-60.) (Tor); Schemm (6), Wurst, Kulas (4), Kister (4/1), Gluhak, Ehrlinger (1), Schmidt (2), Wittmann, Jasarevic (6/2), Stojanov (2), Krauter (4)

Rimpar: Rose, Leikauf (Tor); Krämer (1), Hofmann (2), Keidel (2), Meyer (11/5), Nass, Gräsl (4), Henning, Rösner, Paul (2), Mohr (2)

Spielverlauf: 1:0, 1:3, 3:3, 5:4, 8:6, 8:8, 10:10, 12:10 (HZ); 14:11, 16:15, 18:17, 22:17, 22:20, 27:23, 29:24

Siebenmeter: Rothenburg 5 (Jasarevic trifft 2, verwirft 2; Kister trifft 1)

Rimpar 6 (Meyer trifft 5; Paul verwirft 1)

Zeitstrafen: Rothenburg 4 (Wurst, Gluhak, Stojanov und Krauter je 1)

Rimpar 4 (Paul 2, Keidel und Meyer je 1)

Schiedsrichter: Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke (SG Garitz/Nüdlingen)

Zuschauer: 220